A recepciókritika főbb hermeneutikai kérdései

Bekő István Márton: A recepciókritika főbb hermeneutikai kérdései. In: Református Szemle 100.1 (2007), 69-81. pp.

Die wichtigsten hermeneutischen Fragen der Rezeptionskritik. Der Verfasser versucht in seiner Arbeit einige wichtige Fragen der Rezeptionskritik für die ungarische Teologie darzustellen. Ganz am Anfang macht er deutlich, dass er den Namen Rezeptionskritik von dem Berner Neutestamentler Moises MayordomoMarín verleiht, der statt der verschiedenartigen literaturwissenschaftlichen Nomenklatur eine gemeinsame Benennung gefunden hat. Durch einen kurzen Überblick der Hermeneutik-Geschichte zeigt der Verfasser die Schwerpunkte der Auslegungsgeschichte vom I. Jh. bis heute. Damit kommt er direkt zur Hauptlinie seiner Arbeit, zu Theorien über die Rolle des Lesers in der Interpretation und zur Bedeutung der Interaktion Verfasser-Text-Leser in der Rezeption. Die Gedanken Umberto Eco-s über offene Kunstwerke, Hans Robert Jausses über die ästhetische Wirkung der Werke, Wolfgang Isers über implizite Leser und den Akt des Lesens, über das Öffnen neuer Perspektiven der Interpretation durch das Einführen neuer Elemente in die historische Analyse der Texte. Um zu zeigen, dass die im Rahmen der Literaturwissenschaft formulierten innovationsartigen Gedanken ihre Wirkung in der neutestamentlichen Theologie auch gemacht haben, stellt der Verfasser solche Neutestamentler (Hubert Frankemölle, Bas van Jersel, Heike BeeSchroedter, Ulrich Luz, Moises Mayordomo-Marín, Peter Müller) vor, die schon in ihren Werken die literaturwissenschaftliche Ergebnisse nutzbar gemacht haben. Zum Schluss formuliert die Arbeit den „kleinsten gemeinsamen Nenner” der literaturwissenschaftlichen Theorien. Der Verfasser sieht den Wert der Rezeptionskritik darin, dass die historisch-kritische Exegese neue Impulse durch das Leser-Element der Literaturwissenschaft bekommen wird.