Festett mellvéd és kegyesség. In memoriam Ladislai Dávid

Brüstungen und Frömmigkeit. In memoriam Ladislai Dávid. Diese Studie, die zur Erinnerung an den unlängst verstorbenen Kunst- und Kirchenhistoriker Dr. László Dávid geschrieben wurde, erschliesst die Verbindung zwischen der protestantischen Frömmigkeit und den Emblemen. Dieses Thema wird von ihm mit folgenden Gedanken eingeleitet: „Für den ungarischen Übersetzer der Psalmen, Albert Szenci Molnár (1574–1634) bedeutete der Psalm seelisches Brot und es machte ihn in der Welt der Embleme sehr bewandert. Zu seiner Zeit waren beide selbstverständlich für die Frömmigkeit, Rechtschaffenheit und für das Europäertum erforderlich. Vom Titelblatt des Psalters durfte nicht die Darstellung des harfenspielenden oder neben seinem Instrument betenden, biblischen Königs fehlen. Leider sehen wir heute nirgends eine David-Skulptur auf unseren reformierten Orgeln. Auf dem Titelblatt eines protestantischen Gesangbuchs (Wardein 1566) war das Bild des betenden David zu sehen. Das Titelblatt einer Auflage des Prosapsalters von István Bencédi Székely (1548) wurde auch mit einem Bild von Sängern, Instrumentisten, alttestamentlicher Prozession und einer Orgel geschmückt. Aber dieses Buch wurde nicht in Siebenbürgen, sondern in Krakau gedruckt. Unsere heimatlichen Gesangbücher folgten nicht der Tradition der bebilderten Titelblätter. Man soll aber dabei nicht an das Bildverbot denken. Es mangelte an Geld für die Druckkosten.”